Highlight-Aktivitäten zur gesundheitlichen Chancengleichheit 2021

Auch im Jahr 2021 verfolgten die Mitgliedsorganisationen des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit das gemeinsame Ziel, gesundheitliche Chancengleichheit für alle zu erreichen.

Sehen Sie hier die „Highlight“-Aktivitäten des Jahres 2021 samt wichtiger Erkenntnisse, die die Kolleg*innen aus ihrer Umsetzung ziehen konnten. Auf den Seiten 68 – 69 finden Sie Informationen zum Landesprogramm KIPS Prävention NRW.

Projekt KIPS: Hilfe für Kinder und Eltern bei seelischen Krisen

Hinweis:

Das Projekt KIPS ist eine Kooperation des Psychosozialen Trägervereins Solingen e. V. mit der Familienberatungsstelle der AWO Solingen. Es besteht bereits seit den 90-er Jahren. Die Ähnlichkeit des Namens zum viel jüngeren Landesprogramm „KIPS Prävention NRW: Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern stärken“ ist eine zufällige. Zwar haben beide Vorhaben die Unterstützung von Kindern belasteter Familien zum Ziel, und streben zukünftig auch einen inhaltlichen Austausch an, arbeiten jedoch grundsätzlich unabhängig voneinander.

Filmpremiere am 14.11.2021: Platzspitzbaby – Meine Mutter, ihre Drogen und ich

Preview & Gespräch mit Suchtexpertinnen Frau Dr. Brigitta Lökenhoff und Martina Tödte (Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNNA der Suchtkooperation NRW) am Sonntag den 14. November im Filmstudio in Essen.

Das Filmstudio Glückauf in Essen zeigt am 14.11.2021 ein im Schweizer Kino preisgekröntes, enorm erfolgreiches Drama um ein junges Mädchen aus Zürich, das sich nicht von ihrer schwer drogenabhängigen Mutter trennen will. Nachwuchsfilmemacher Pierre Monnard erzählt mit viel Gefühl und auch verspielt eine erschütternde Coming-of-Age-Geschichte nach wahren Begebenheiten.

Weitere Informationen unter Filmstudio Glückauf Essen.

Neues zur Umsetzung der Empfehlungen der AG KpkE

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der Deutsche Bundestag hat im Juni 2017 einstimmig beschlossen, die Situation von Kindern psychisch kranker und suchtkranker Eltern zu verbessern. Er hat die Bundesregierung beauftragt, u. a. eine zeitlich befristete Arbeitsgruppe einzurichten, die einvernehmlich Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, erarbeiten soll. Der Abschlussbericht mit den Empfehlungen liegt seit Februar 2020 vor (s. unter www.ag-kpke.de)

Was ist aus den Empfehlungen der Arbeitsgruppe geworden? Wie ist der Stand der Umsetzung?

Die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verfolgt mit ihren Fragestellungen das Ziel, Informationen zum Umsetzungsstand einzuholen und ggf. Hemmnisse bei der Umsetzung der Empfehlungen zu identifizieren.

Es wird in der Antwort der Bundesregierung darauf verwiesen, dass einige der vorgelegten Empfehlungen in dem Erstellungsprozess des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes vom 22.04.2021 berücksichtigt wurden, wie z. B. die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, sich selbständig, unabhängig von ihren Eltern, Hilfe zu suchen und diese auch zu erhalten.

Die Arbeitsgruppe forderte neben den ausgesprochenen Empfehlungen die Bundesregierung zusätzlich auf, Aufklärungsmaßnahmen zur Entstigmatisierung und Enttabuisierung psychischer Erkrankungen zu starten. In der Antwort werden diese Maßnahmen ausführlich beschrieben und auf erstellte Materialien verwiesen. Zu der Empfehlung der Arbeitsgruppe, dass präventive Leistungen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen sowie für deren Familien flächendeckend zugänglich gemacht, kontinuierlich angeboten und regelfinanziert werden sollen, gibt es keine eindeutigen Ausführungen zu konkreten Umsetzungsschritten. 

Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN finden Sie auf der Seite des Wissensnetzwerks Kinder in suchtbelasteten Familien (w-kis.de).

Neues zum Modul Kooperationsvereinbarung für Kommunen

Eine verbindliche, strukturierte, miteinander vertraglich ausgehandelte Kooperationsvereinbarung zwischen der Sucht- und der Jugendhilfe und/oder zwischen der Gemeindepsychiatrie und der Jugendhilfe vor Ort ist unerlässlich, wenn im Sinne des Kindeswohls miteinander gearbeitet wird.

Gemeint sind Kooperationsvereinbarungen, die sich auf die generelle Zusammenarbeit der Unterstützungssysteme für die Zielgruppe „Kinder und Jugendliche psychisch kranker und suchtkranker Eltern“ in den verschiedenen Rechtskreisen beziehen, beispielsweise im Rahmen von Hilfeplangesprächen, mit dem Ziel, abgestimmte, ineinandergreifende Unterstützungsangebote über den gesamten Verlauf von Kindheit und Jugend zu erreichen.   Neben den Einrichtungen der Sucht- und Jugendhilfe sowie der Gemeindepsychiatrie können nun auch Kommunen bzw. kommunale Einrichtungen das Modul Kooperationsvereinbarung beantragen, unter der Voraussetzung, dass die Kommune eine zentrale und steuernde Rolle bei der Entwicklung der Kooperationsvereinbarung einnimmt. Alle in diesem Zusammenhang eingeleiteten Schritte und getroffenen Vereinbarungen müssen dem Ziel des Landesprogramms entsprechen, eine nachhaltige Angebotsstruktur für Kinder von suchtkranken und psychisch kranken Eltern zu entwickeln.